Was kostet ein Elektriker?

Elektriker werden immer dann benötigt, wenn es Arbeiten gibt, die mit Strom zu tun haben. Eine funktionierende Elektronik ist heutzutage im Alltag nicht mehr wegzudenken – egal ob, Anschlüsse, Lampen oder Elektroherd. 

Die moderne Gesellschaft ist abhängig vom Strom. Für Laien kann die Arbeit am Stromnetz aber sehr gefährlich sein, deshalb sollten die meisten Elektroarbeiten von einem Fachmann durchgeführt werden.

elektriker kosten

Kosten eines Elektrikers

Diese Frage lässt sich nicht so einfach beantworten, da die Kosten immer vom Auftrag abhängig sind. Die meisten Elektriker berechnen ihre Kosten nach Stundenlohn. Dieser ist regional unterschiedlich, doch in der Regel beträgt dieser zwischen 50€ – 100€. 

Hinzu kommen noch Materialkosten und Fahrkostenpauschale. Nach getaner Arbeit steht eine Sicherheitsprüfung an, diese erhöht die Arbeitszeit. Ein Elektrikermeister ist zu dem teurer als ein Elektriker ohne Meistertitel. 

Des Weiteren beeinflussen auch die Ausstattungsvarianten und Extrawünsche die Kosten eines Elektrikers. Grundsätzlich bieten Elektroinstallationsbetriebe drei unterschiedliche Ausstattungsvarianten an: Grundinstallation, mittlere Ausstattung, gehobene Ausstattung. Diese beziehen sich auf die optischen und technischen Feinheiten. Die Sicherheit wird stets gewährleistet.

Um keine Überraschung bei den Kosten zu erleben, ist es ratsam sich einen Kostenvoranschlag einzuholen. Du kannst auch mehrere Kostenvoranschläge von mehreren Unternehmen vergleichen, damit du das Beste und günstigste Angebot für dich findest.

Materialkosten

Die Höhe der Kosten sind vom Material abhängig. Eine Steckdose inklusive Leitung oder einfach Lichtschalter kosten im Durchschnitt zwischen 20€-25€. 

Komplexere Schalter wie elektrische Rollläden sind hingegen etwas teurer mit 120€-130€ pro Schalter

Heutzutage bauen immer mehr Menschen vom Handy steuerbare Geräte in das Haus hinein. Diese Installation kostet dann in der Regel zwischen 50€-60€. 

Elektroinstallation eines Einfamilienhauses

Pauschal Preise zu nennen ist schwierig, da die Kosten sich von Haus zu Haus immer ein wenig unterscheiden. Die Ausstattung und weitere Faktoren beeinflussen den Preis. Allgemein sagt man, dass eine Elektroinstallation in einem Neubau rund 3%-5% der Gesamtkosten ausmachen. Bei einem typischen Einfamilienhaus mit einer Fläche von 140m2 kann die Installation schon bei 9.000€ beginnen.

Einfamilienhaus

Leistungen einer kompletten Installation

Ein Elektriker investiert viel Arbeit in jeden Raum, damit dieser mit Strom versorgt wird.

Folgende Leistungen gehören zu einer Neuinstallation:

  • Anschluss an die Hauptstromleitung
  • Planung der Stromverteilung für das gesamte Gebäude
  • Anbringen und Einrichten eines Zählers
  • Installieren von Sicherungseinrichtungen
  • Drähte und Kabel verlegen
  • Schalter und Steckdosen anbringen
  • Heizungsanlage anschließen
  • Verlegung von Leerrohren für den Internetanschluss, den Fernseher und das Telefon
  • Installation Außenbeleuchtung
  • Überprüfung und Endabnahme

Sparen bei der Elektroinstallation

Die meisten Arbeiten müssen von Elektrikern ausgeübt werden, da die Arbeit mit Strom sehr gefährlich sein kann. Dennoch gibt es Möglichkeiten Kosten zu sparen, indem man Eigeninitiative im Bereich Planung ergreift. 

Mit einem eigenen entworfenen Plan für Stromanschlüsse erleichterst du dem Elektriker seine Arbeit. Überlege wie viele Steckdosen du brauchst, zähle dafür deine technischen Geräte. Dazu zählen Toaster, Computer, Fernsehgeräte, Lampen, Herd, Handyladegeräte usw.

Außerdem solltest du bedenken, dass einige Geräte Starkstromanschlüsse benötigen und andere mehrere Steckdosen. Von daher solltest du lieber großzügig planen. Im Grundriss des Hauses kannst du dann alle Stromanschlüsse einzeichnen. Das geplante Stromnetz solltest du mit deinem Elektriker absprechen. Er gibt dir hilfreiche Tipps und optimiert das Stromnetz, um die notwendigen Kabel nach deinen Wünschen zu legen.

Weitere Arbeiten, die man selbst erledigen kann, sind das Fräsen der Schlitze, das Setzen von Dosen und das Einziehen von Kabeln. Eine weitere Möglichkeit, um Geld zu sparen, ist das Kaufen von Material. Wenn man einzelne Teile selber besorgt, kann man oft 40%-50% beim Kauf sparen. Achte beim Material auf solide Qualität und die Sicherheitszulassungen.

Als Laie elektrische Arbeiten durchführen

Grundsätzlich müssen fast alle Arbeiten am Stromnetz durch einen Elektriker durchgeführt werden, da sonst Lebensgefahr besteht. 

Paragraf 13 der „Niederspannungsanschlussverordnung“ besagt, dass alle Arbeiten an der Elektrik für Laien eigentlich verboten sind. Sogar das Auswechseln von Steckdosen und Lichtschaltern.

Elektriker kosten

Dennoch kannst du einige kleine Arbeiten als Laie verrichten. Dabei solltest du beachten, den Strom vorher immer abzuschalten. Mithilfe eines Messgerätes kannst du überprüfen, ob der Strom wirklich aus ist. Zu diesen Arbeiten gehören die Planung, das Stemmen von Schlitzen, Unterputzdosen setzten, Unterverteiler und Zählerschrank setzen, Kabel und Drähte einziehen und Rohre und Leitungen verlegen. Diese Tätigkeiten machen bei einem Neubau oder einer Sanierung schon 50%-60% der Arbeitszeit aus.

Der Paragraf 13 verbietet zwar das Arbeiten an der Elektrik. Dennoch kann man durchaus kleine Arbeiten selbst erledigen, da kleine Arbeiten wie das Wechseln einer Steckdose oder das Einbauen eines Lichtschalters nicht kontrolliert werden. 

Wenn du die Sicherheitsvorschriften und Installationsbeschreibungen genau einhältst, dann kann im Großen und Ganzen nichts schiefgehen. Sobald aber ein Schaden durch falsche Installation verursacht wird, haftest du persönlich dafür. Es kommen meist keine Versicherungen für die Schäden auf.

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